Rückblick auf den Internationalen Tag der Mediation 2016

Ein sehr gelungener Internationaler Tag der Mediation 2016 liegt hinter uns. Unter dem Motto „Zukunft … gestalten“ boten MediatorInnen mit knapp 40 Veranstaltungen die Möglichkeit, einen anderen Umgang mit Konflikten zu erleben oder spielerisch daran teilzuhaben.

Wir haben einige Schlaglichter auf die Vielfalt der Angebote zusammengestellt.

 

Mediation für Startups und junge Unternehmen

Kristin Kirchhoff & Anna Ohrt in Kooperation mit Nadja Bungard von der Startbox Unternehmensberatung

Das Team hat sich gemeinsam mit zehn interessierten TeilnehmerInnen aus Startup und Forschung sowie frischgebackenen MediatorInnen den Fragen „Was ist Mediation und welche Möglichkeiten kann sie Startups und jungen Unternehmen bieten?“ gewidmet. Eingangs erläuterten sie das Verfahren der Mediation für akute Konflikte in den verschiedenen Gründungsphasen sowie Mediation als präventive Begleitung für junge Unternehmen. Aufbauend wurden die Eskalationsstufen anhand eines mitgebrachten ‚Startup-Konflikts’ eines Teilnehmers durchgegangen und eskalierende sowie deeskalierende Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Nach vielen Erkenntnissen, einer Menge Spaß und anregenden Diskussionen waren die VeranstalterInnen sehr erfreut über die positive Resonanz zu ihrem Workshop sowie die vielen neuen interessanten Kontakte.

Danke für die schöne Veranstaltung!“- (Kommunikationsvisionäre)

Weitere Informationen: www.kommunikationsvisionaere.de

 

Toleranz baut Brücken - Gelungener Workshop im Sprengelkiez

Elisabeth Schulze Jägle (Mediatorin) und Ann-Kathrin Gase (Kita-Leiterin)

In den Räumen der Konfliktagentur im Sprengelkiez e.V. in Wedding stellten die Mediatorin und die Pädagogin Ann-Kathrin Gase den 12 interessierten Gästen den Kurs „Toleranz baut Brücken“ vor: Der Kurs wendet sich vorranging an Kinder zwischen 5 – 15 Jahren. Ziel ist es zu lernen, sich selbst und andere mit allen Besonderheiten zu akzeptieren, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Im Mittelpunkt steht die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen sowie die grundsätzliche Vermittlung einer toleranten Grundhaltung. Diese Haltung ist die Basis, um Brücken zu anderen Menschen und Meinungen zu bauen.

Die TeilnehmerInnen waren sehr interessiert und stellten während des kurzweiligen Vortrags jede Menge Fragen. Die Stimmung war von Anfang an sehr gut und sehr lebendig. Nach dem gelungenen Workshop wurde über weitere Projekte zwischen Stadt und Land nachgedacht bzw. erste Ideen hierzu entwickelt.

Weitere Informationen zum Projekt: www.eschuja.com

 

Von Kopfkino und Bissbremsen

Agentur für Weltrettung - Sandra Maria Fanroth

Nein sagen als Selbstfürsorge und für sich Einstehen versus nicht mehr Dazugehören und Beziehungen gefährden – so weit dehnte sich das Assoziationsspektrum in der Siebenerrunde, die sich am Nachmittag zu einem anderthalbstündigen Workshop in den lichten Praxisräumen von Kristina Hahn in Wilmersdorf eingefunden hatte.

Beim Zusammentragen der Punkte, die uns an einem klaren Nein hindern, blitzte die Erkenntnis auf, wie sehr das Thema von Ängsten, Sorgen und eigenen Ansprüchen umstellt ist – der Angst vor Ablehnung, vor Angriffen, der Sorge, den Anderen zu verletzen oder zu enttäuschen und dem Anspruch, sich gegenseitig zu helfen und Arbeitsaufgaben zu erfüllen. So weitete sich das Thema auf die gesellschaftliche Ebene aus – auf das hohe Arbeits- und Leistungsethos, das uns in Deutschland Aufgewachsene von Kindesbeinen umgibt und die Schuldkultur, die das christliche Abendland durchzieht.

Beim Betrachten dreier Praxisfälle ging es darum, das Handlungsrepertoire der Gruppe zu erweitern. Dabei wurde deutlich, dass Abgrenzung oft nur in unserer Vorstellung Beziehungen gefährdet, dass sie auch für das Gegenüber die Situation oft erleichtert und wie entscheidend in dieser Dynamik die Körpersprache wirkt.

Eine lebendige Runde mit hoher Bereitschaft, sich zu öffnen und tiefgründig nachzudenken – und das alles in ausgesprochen angenehmem Ambiente.

Weitere Informationen: www.fanroth-training.de


Konflikte konstruktiv ansprechen

Veranstalterin: Dr. Neela Enke

Das Thema „Konflikte konstruktiv ansprechen“ führte eine bunte Mischung aus Konfliktinteressierten und MediatorInnen bereits am Vormittag in die Samariterstraße im Friedrichshain. In kleinen Übungen zur Kommunikation im Konfliktfall und unterstützt von der Veranstalterin wurden eigene sowie Beispielfälle lebhaft diskutiert und verschiedene Varianten des Ansprechens von schwierigen Themen ausprobiert und gemeinsam besprochen. Das konzentrierte Arbeiten wurde immer wieder auch von herzhaftem Lachen unterbrochen.

Weitere Informationen: www.scienza-berlin.de

 

Elder Mediation – Wenn Alter und Älterwerden ein Thema ist

Veranstalterinnen: Signe Stein (Fachgruppe Elder Mediation), Aglaia Hörning

Elder Mediation ist ein Mediationsfeld, bei dem das Alter und/oder das Älterwerden eine Rolle spielen. Die Lebensgestaltung im Alter ist äufig mit Veräderungen verbunden. Unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und Ziele können zu Konflikten führen. Wenn es nicht einfach ist, passende Entscheidungen zu treffen, guten Kontakt in der Familie zu halten, und wenn man sich durch Situationen überforderten fühlt: Elder Mediation bietet für diese Fälle den vertraulichen Gesprächsrahmen. Unter dem Motto „Wenn Themen schwierig sind gemeinsam gute Entscheidungen treffen“, können Sie sich unverbindlich und kostenfrei über Elder Mediation informieren.

Weitere Informationen: www.bmev.de/mediation/einsatzbereiche/elder-mediation.html

http://www.frei-raum-planen.de

www.hoerning-mediation.de

 

Konflikte im Team – Abhilfe schaffen mit Mediation und angrenzenden Formaten

Veranstalter: klären & lösen – Agentur für Mediation und Kommunikation

Wenn ich nur einen Hammer habe, ist jedes Problem ein Nagel.

In der Veranstaltung wurde - aufbauend auf den sehr unterschiedlichen Problemlagen von Teams - Methoden und Werkzeuge vorgestellt, wie ein gutes und konstruktives Miteinander wieder hergestellt werden kann. Gibt es schon manifeste Konflikte, hilft Mediation, ist der Konflikt aber noch nicht besonders hoch eskaliert, sondern äußert sich eher in schlechter Stimmung, können auch andere Instrumente hilfreich sein. Alle Anwesenden kamen aus sehr unterschiedlichen Bereichen und die Möglichkeiten und Grenzen von Mediation in Unternehmen wurden sehr lebhaft diskutiert.

Weitere Informationen http://www.klaeren-und-loesen.de/

 

Streitpunkte

Eine Aktion des MediationszentrumBerlin e.V.

www.mediationszentrum-berlin.de